Ist tatsächlich wieder interessant hier,
auch wenn ich der Auffassung bin, dass einige Kollegen sehr eng gefasste Meinungen haben.
Warum mir als Bayer jetzt die Norddeutsche Frage aufdrängt, was für einen Grog benötigt
wird, nur mit "Was muss, was soll, was kann" beantwortet werden kann, ist komisch.
Was hat das eigentlich mit Photographie zu tun? Scheinbar doch so einiges.
1. Ich muss/will ein Bild machen. Das ist bindend.
2. Die Ausrüstung/Bedingungen sollte halbwegs passen. Das ist nicht unbedingt gegeben.
3. Muss ich Abstriche machen bezüglich, Standort, Licht, Equipment? Meist unvermeidlich.
Trinkbar bleibt das ganze troztdem.

Das wichtigste bleibt 1, das Bild.
Nochwas fällt mir da ein.
Ein Photograph stellte mir mal die Frage; "Was ist die beste Kamera?"
Auf meinen etwas ratlosen Blick, gab er mir die Antwort.
"Die beste ist die, die man dabei hat, wenn man eine braucht"; und er ergänzte;
"Viele gute Bilder sind mit ganz einfachen Kameras entstanden".
Damit habe ich nun fast den Umkehrschwung zu EBV geschaft.

Schon zu Analogzeiten waren gute Labors in der Lage, aus nicht optimalen Aufnahmen noch
alles was in ihnen steckte, im Abzug, herauszuholen. Die Ergebnisse waren mehr als nur gut.
Das war bereits BV-Analog. Warum sollte man nun plötzlich zum Puristen werden?
Wer wie ManfredPAF für die Presse arbeitet, oder wie ich dort dann in der Endbearbeitung,
wird genau wissen wo die Probleme, gerade bei digitalen Bildern liegen.
Ein kleines Beispiel aus meiner Praxis.
Prospekt eines Edelstahl Armaturen-Waschbecken Hersteller. 50 Bilder wuden geliefert.
Ausgangsmaterial vom Großformat, über Mittelformat, bis zum Kleinbid, das ganze noch
auf unterschiedlichem Filmmaterial also analog. Der Scanner-Aperator kam ins rotieren,
tat aber sein moglichstes. Ich hatte die Ehre die Bilder auf farbliche Übereinstellung zu
trimmen. Das gelang mir widererwarten, trotz viel Arbeit, sehr gut. Ein schönes Präsent
des Kunden war der Lohn.
Was spricht nun dagegen EBV in größerem Maß einzusetzen? Der Weg zum Bild ist doch
das Ziel. Wenn wie beim Grog 2 oder 3 nicht ganz eingehalen werden können, bleibt 1 das
wichtigste. Ich habe auch schon Bildfälschung durchführen müssen!
Beispiel: Manschaftsfoto; Nicht alle konnten zum vorgegebenen Termin erscheinen. Die
fehlenden wurden bei zwei weitern Terminen aufgenommen, ins Bild montiert, fertig.
Oder: Vorführung; Bild 1, fulminante Sprühflaschen Exlosion, wenig Zuschauer. Bild 2,
dürftige Explosion, viele Zuschauer. Bild aus beiden Bildern zusammengesetzt, Schatten
korrigiert, ein perfektes Bild entstand. Wurde auch so veröffentlicht.
Sehr schnell kursierte der Spruch, traue keinem Bild das der Bert bearbeitet hat, das war
aber das war durchaus wohlwollend gemeint.
Ich scheue mich nicht EBV vollumfänglich einzusetzen.
Sollte ich die vorrausgegangenen Beiträge falsch verstanden haben, oder wenn ihr anderer
Meinung seid, dürft ihr mir das gerne sagen.